Jens Philipp

- Diplom-Ingenieur für Bauingenieurwesen
- Energieberater
- Energieeffizienz-Experte
- Energieberater für Nichtwohngebäude
Als Diplom-Ingenieur für Bauingenieurwesen begleite ich Bauherren seit mehr als 26 Jahren bei der Planung und Umsetzung anspruchsvoller Bauprojekte. Mein Studium absolvierte ich an der Technischen Hochschule Karlsruhe, dem heutigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit dem Jahr 2000 bin ich in der Baupraxis tätig und verfüge über umfangreiche Erfahrung in der Bauleitung. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt im Wohnungsbau. Darüber hinaus habe ich zahlreiche Projekte im Gewerbe- und Logistikbau begleitet.
Seit über 16 Jahren bin ich zusätzlich als Energieberater tätig. Ich unterstütze Bauherren sowohl bei Neubauten als auch bei der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden. Ziel meiner Beratung ist es, wirtschaftliche, nachhaltige und technisch fundierte Lösungen zu entwickeln, die den langfristigen Wert eines Gebäudes sichern. Durch die Verbindung meiner täglichen Baupraxis mit der energetischen Sachkompetenz, kann ich Bauherren sicher durch das Gewirr von Fragen und Empfehlungen leiten und damit hohen Nutzen der Sanierungen bzw. Investitionen gewährleisten.
Seit November 2020 bin ich als Energieeffizienz-Experte bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) für Effizienzhäuser und energetische Sanierungen gelistet. In dieser Funktion habe ich bereits zahlreiche energetische Sanierungen begleitet und auch mehrere Projekte im KfW-Effizienzhaus-40-Standard umgesetzt, fast alle Gebäude auch mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG).
Seit März 2026 bin ich zusätzlich als Energieberater für Nichtwohngebäude eingetragen und begleite damit auch gewerbliche Bauprojekte in allen Fragen der energetischen Planung und Optimierung.
Eine große Stärke ist das Netzwerk aus Fachingenieuren, Handwerkern und Architekten mit dem ich gezielt Lösungen ausarbeiten kann die den Anforderungen gerecht werden. Ich bin Mitglied der Ingenieurkammer Baden-Würtemberg.
Leistungsportfolio
Energieberatung für Neubauten
Eine fundierte energetische Planung ist die Grundlage für ein effizientes und zukunftssicheres Gebäude. Bereits in der Planungsphase unterstütze ich Bauherren, Architekten und Planer bei der energetischen Optimierung von Neubauten und bei der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.
Leistungen im Überblick
- Wärmeschutzberechnungen für Wohngebäude
- Nachweis zum sommerlichen Hitzeschutz
- 2D-Wärmebrückenberechnungen Gleichwertigkeitsnachweise
- vereinfachte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1:2020
- raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831
- energetische Beratung während der Planungsphase
Energieberatung für Bestandsgebäude
Bei bestehenden Gebäuden lassen sich durch gezielte Maßnahmen oft erhebliche Energieeinsparungen erreichen. Ich unterstütze Eigentümer bei der Analyse ihres Gebäudes und bei der Planung sinnvoller und wirtschaftlicher Sanierungsmaßnahmen.
Leistungen im Überblick
- energetische Analyse von Bestandsgebäuden
- Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)
- Thermografie-Aufnahmen zur Analyse von Wärmeverlusten
- Beratung zu sinnvollen Sanierungsmaßnahmen
- Unterstützung bei Förderprogrammen
Effizienzhäuser und Förderprogramme
Energieeffiziente Gebäude werden durch staatliche Programme gefördert. Ich begleite Bauherren und Eigentümer von der Planung über die Antragstellung bis zur baulichen Umsetzung und stelle sicher, dass die Förderbedingungen eingehalten werden.
Leistungen im Überblick
- Beratung zu Effizienzhäusern und klimafreundlichen Wohngebäuden
- energetische Berechnungen und Nachweise
- Beantragung von Fördermiteln bei KfW und BAFA
- Baubegleitung im Rahmen von Förderprogrammen
- LCA-Bilanzierung („Life Cycle Assessment“) als Bestandteil nachhaltiger Gebäude
Bauleitung, Baubegleitung und Digitalisierung
Neben der Energieberatung unterstütze ich Bauherren auch bei der praktischen Umsetzung ihrer Bauprojekte. Dazu gehören Bauleitung, Bauüberwachung sowie die Aufbereitung von Planunterlagen für bestehende Gebäude.
Leistungen im Überblick
- Bauleitung bei Neubauten im Wohnungsbau
- Baubegleitung und Bauüberwachung bei energetischen Sanierungen
- Unterstützung oder Übernahme von Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung
- Digitalisierung vorhandener Bestandspläne
- Neuerstellung von Planunterlagen durch örtliches Aufmaß
Ausgewählte Projekte
Sanierung Bestandsgebäude
- 3-er Reihenhausanlage, Walldorf
- Einfamilien-Wohnhaus, Wiesloch
- Zweifamilien-Wohnhaus, Epfenbach
- Dreifamilien-Wohnhaus, Waibstadt
Neubau Effizienzhaus
- Drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 38 Wohneinheiten, Lorsch
- Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 19 Wohneinheiten als KfW40 QNG plus Gebäude, Sinsheim
- Ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 9 Wohneinheiten als KfW40 QNG plus Gebäude, Sinsheim
- Projektiertes KfW40 Gebäude, Reilingen
Was steckt dahinter?
Fachbegriffe einfach erklärt (FAQ)
Die Wärmeschutzberechnung weist nach, dass ein Gebäude die gesetzlichen Anforderungen an den Energieverbrauch erfüllt. Dabei werden unter anderem Dämmung, Fenster, Bauweise und Haustechnik berücksichtigt. Diese Berechnung ist Voraussetzung für den Bauantrag und für viele Förderprogramme.
Der sommerliche Hitzeschutz stellt sicher, dass sich Gebäude im Sommer nicht übermäßig aufheizen. Dabei wird geprüft, ob Räume auch an heißen Tagen ein angenehmes Raumklima behalten. Einfluss haben zum Beispiel Fenstergröße, Verschatung, Dämmung und Speichermasse des Gebäudes.
Wärmebrücken sind Stellen in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen verloren geht als in angrenzenden Bauteilen. Typische Beispiele sind Balkonanschlüsse, Gebäudeecken oder Fensteranschlüsse. Eine genaue Berechnung hilft, Energieverluste, Feuchtigkeit und mögliche Schimmelbildung zu vermeiden.
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Heizleistung ein Gebäude benötigt, um auch an sehr kalten Tagen ausreichend warm zu bleiben. Diese Berechnung ist wichtig für die richtige Dimensionierung der Heizungsanlage und sorgt dafür, dass die Heizung effizient arbeitet.
Der individuelle Sanierungsfahrplan ist eine strukturierte Beratung für Eigentümer von Bestandsgebäuden. Dabei wird das Gebäude energetisch analysiert und ein Schrit-für-Schrit-Plan für sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen erstellt. Der iSFP zeigt, welche Maßnahmen sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden können. Großer Vorteil ist ein um 5% höherer Zuschuss durch das BAFA, wenn Sanierungen durchgeführt werden.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist eine staatliche Behörde, die verschiedene Förderprogramme im Energiebereich verwaltet. Dazu gehören zum Beispiel Förderungen für Energieberatung oder bestimmte Sanierungsmaßnahmen.
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine staatliche Förderbank. Sie unterstützt Bauherren und Eigentümer unter anderem mit zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen für energieeffiziente Gebäude und Sanierungsmaßnahmen.
Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude mit besonders geringem Energiebedarf. Je besser der energetische Standard, desto weniger Energie wird für Heizung und Warmwasser benötigt. Für besonders effiziente Gebäude bietet die KfW spezielle Förderprogramme an.
Bei einer Thermografie werden Gebäude mit einer speziellen Wärmebildkamera untersucht. Die Aufnahmen zeigen, an welchen Stellen Wärme verloren geht. Dadurch lassen sich Schwachstellen in der Dämmung oder Undichtigkeiten erkennen.
Die LCA-Bilanzierung bewertet die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus. Dabei wird nicht nur der Energieverbrauch im Betrieb betrachtet, sondern auch die Herstellung der Baumaterialien, die Bauphase und die spätere Entsorgung.
Bei der Baubegleitung wird überprüft, ob energetische Maßnahmen auf der Baustelle fachgerecht umgesetzt werden. Das stellt sicher, dass die geplanten Energieeinsparungen tatsächlich erreicht werden und Förderbedingungen eingehalten werden.
Dabei werden vorhandene Baupläne digital aufbereitet oder fehlende Pläne neu erstellt. Häufig erfolgt dazu ein örtliches Aufmaß des Gebäudes. Die digitalen Planunterlagen sind eine wichtige Grundlage für Sanierungen, Umbauten oder energetische Berechnungen.
Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) ist ein staatliches Gütesiegel für besonders nachhaltige Gebäude. Es wird vom Bund vergeben und dient als Nachweis dafür, dass ein Gebäude nicht nur energieeffizient ist, sondern auch umfassende Nachhaltigkeitskriterien erfüllt.
Wichtig zu verstehen ist:
Aus energetischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen einem KfW-Effizienzhaus 40 mit QNG-Siegel und einem KfW-Effizienzhaus 40 ohne QNG-Siegel. Beide Gebäudetypen benötigen in vergleichbarem Maß sehr wenig Energie für Heizung und Warmwasser.
Der energetische Standard wird also bereits durch den Effizienzhaus-40-Standard festgelegt.
Das QNG-Siegel geht darüber hinaus und bewertet zusätzliche Nachhaltigkeitsaspekte eines Gebäudes über die reine Energieeffizienz hinaus.
Dazu gehören unter anderem folgende Kriterien:
Soziokulturelle und funktionale Qualität
- Wohnkomfort und Raumqualität
- Tageslichtversorgung
- Schallschutz
- Gesundheit und Schadstoffarmut der Materialien
- Nutzungsqualität und Barrierefreiheit
Ökonomische Qualität
- Betrachtung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes
- Wartungs- und Instandhaltungskosten
- Dauerhaftigkeit und Werthaltigkeit der Konstruktion
Ökologische Qualität
- Umweltwirkungen der verwendeten Baustoffe
- Ressourcenverbrauch
- CO₂-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus
Prozessqualität
- Qualität der Planung und Dokumentation
- strukturierte Planung und Bauausführung
- unabhängige Prüfung und Zertifizierung
Das QNG-Siegel stellt damit sicher, dass ein Gebäude nicht nur energieeffizient, sondern auch nachhaltig geplant, gebaut und genutzt werden kann. Für bestimmte Förderprogramme der KfW ist das QNG-Siegel Voraussetzung, um erhöhte Fördermittel zu erhalten.
